Dir Kultur auf den Zyklopeninseln

Volk und Lebensweise
Speise und Trank
Religion
Kunst
Die Sprache der Zyklopäer

 

Volk und Lebensweise

Das Volk der Zyklopeninseln entstammt bekanntlich wie die meisten Aventurier dem Güldenland. Da es im Archipel keine menschlichen Ureinwohner gab, ist das Blut der Zyklopäer relativ unvermischt geblieben. Da sie die Sitten und Gebräuche ihrer jeweils "fremden" Herrscher übernommen haben. So findet man die Traditionen der Al'Anfaner und der Garethern nebeneinander. Andere Bräuche der südlichen Stadtstaaten findet man auch nur an den entlegensten Winkeln des Archipels.
Zumeist haben die Bewohner der Inseln dunkle Haare und eine sonnengebräunte Haut, da sie, wenn sie gerade nichts besseres zu Tun haben, sich gerne mit dem Nackten Körper den warmen Praiosstrahlen hingeben. Die wenigsten unter ihnen haben helles oder gar blondes Haar.

Speise und Trank

Die Kochkunst der Zyklopäer ist eine völlig eigene Form der Kunst. So zählen zu den Hauptzutaten, sowie zu den Beilagen, gerne Efferdsfrüchte und Fische. Auch Gerichte wie zum Beispiel, 'Falsche Sardellen' (mit viel Pfeffer und Quallen) erscheinen als sehr exotisch. Für die Feinschmecker unter den 'Fremden', gibt es etliche Fischgerichte, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Oder wie wär es einmal mit Delikatessen, unter diese auch Eichhörnchen mit Pistazien zählen. Genauso als überaus köstlich gelten der wohlbekannte 'Zyklopenspieß', welcher aus mehreren Lagen gewürztes Hammelfleisch besteht. Welches im Gegensatz zum Horasreich als unüblich gilt, ist eine Kombination aus verschiedenen Beilagen und kleineren Mahlzeiten. Eine ordentliche Mahlzeit der Inselbewohner besteht darin, daß sie sehr viel wert auf das Hauptgericht legen. Die häufigste Beilage, wenn man so sagen kann, ist das gewürzte Pailische Fladenbrot, welches aus Hiersemehl gebacken wird. Da auf allen Inseln Weintrauben angepflanzt werden, gilt der Wein als Landesgetränk. Dieser 'Pailamica', nur mit köstlichstem Wasser verdünnt, wird schon den Kindern gereicht. In allen Schichten der Bevölkrung ist dieser Wein hochgeschätzt.

Religion

An oberster Stelle, und zugleich ein sehr wichtiger Gott, ist der Herr Efferd. Ebenso verehren viele Bauern ihn, da sie vom Regen abhängig sind, als Wettergott. Peraine, die Fruchtbarkeitsgöttin wird hochgeschätzt, und es kommt nicht selten vor, daß ihre Schreine dicht an denen ihres Bruders zu finden sind. Der Olivenbaum gilt als heilige Pflanze der Göttin.
Rahja wird die (menschliche) Fruchtbarkeit zugeschrieben, und somit gilt auch sie als Fruchtbarkeitsgöttin. In Termon gibt es eine vielbrüstige Rahja- Statue, auch wenn es in manch einem Volk wohl als Gottesfrevel gelten mag, gilt sie hier doch auch als Beschützerin. Die Geburtshilfe teilen sich die Diener der Rahja, mit denen der Göttin Tsa.
Große Beachtung auf Baltrea und Hylailos, findet auch der Sonnengott Praios. Seit damals auf Baltrea, der Greif Garafan dem Kaiser Seneb II. erschien, gibt es hier in der Mitte einen der wenigen heiligen Orte der Praios- Kirche.

 
Andere Götter neben den Zwölfen finden keinerlei Verehrung. Nur aus alten Zeiten finden sich zwei Gebetsstätten auf unheiligem Boden im Archipel. Nördlich der Stadt Teremon lag früher ein Tempel des Namenlosen, der vor einigen Jahren von tapferen Streitern erstürmt und versiegelt wurde.
Ein weiterer unheiliger Ort der Zyklopensee, befindet sich auf Phrygaios. Dieser Ort ist schon lange gemieden und vergessen. Einst gab es wohl mal einen Kult des Brazoragh, den stierköpfigen Götzen der Orks, den man hier verehrte.
(Ganz nebenbei gesagt: Auf einer Felsklippe bei Rethis finden sich die Überreste eines nie fertiggebauten Hela-Horas- Tempels.)
Zwei weitere Götter und ein Halbgott, sollten hier noch Erwähnung finden. Da wäre der dunkle Gott Boron der auf den Inseln, seit dem Geweihten Nemekath (um 997 Horas), nur noch wenig verehrt wird. Auf Pailos gibt es außerhalb der Ortschaften noch einen Tempel, mit dazugehörigen Boronsanger, bei welchem den meisten (verstorbenen) Bewohnern von Pailos, in Hügelgräbern beigesetz werden. Damit Niemand Gewalt über ihre Seele oder ihren Körper ausüben kann, werden ihnen ein Großteil der persönlichen Habe mit ins Grab gelegt. Auch auf den anderen Inseln kann man gelegentlich Hügelgräber finden, in denen Reiche und Adlige mit großen Feierlichkeiten beigesetzt wird. An Andernorts werden die Toten verbrannt ,dem Meer übergeben, oder gar wie auf Kutaki, dem feurigen Schlund des Vulkans.
Ein anderer Gott wird besonders auf Phrygaios verehrt. Da diese Insel Reich an Rohstoffen ist, hat man in Athyros einen gewaltigen Phex- Tempel errichtet, von welchem aus die Finanzen der Stadt überwacht, und genaustens Buch geführt werden. In ihm kann man auch einen Aves- Schrein besuchen. Der gemeinsame Sohn von Phex und Rahja wird neben Athyros auch in Teremon und Garèn verehrt, und ist deshalb oft Ziel der Seefahrer, wenn sie eine lange fahrt vor sich haben. Ebenso heißt es, daß Aves der Erfinder der Töpferscheibe ist.

Kunst

Auf den Zyklopeninseln haben sich allerlei Künstler niedergelassen, die sich von den Taten ihrer Vorgänger inspirieren lassen, denn so manches Alt- Bosparaner Kunstwerk hat hier kaum beschädigt überstanden.
In Teremon gibt es eine kleine Bildhauerschule, deren bekannteste Vertreterin Lupida von Teremon die Statue der gefesselten Rahja im Fasarer Tempel schuf. Rethis hat den berühmten Schlachtenmaler Aryudus Kenkaukis hervorgebracht, der bis zum Jahre 2495 Horas (10 Hal) am Kaiserhof des Mittelreiches diente und dort auch die Ogerschlacht im Bild festhielt. In der Erzählkunst heben sich am meisten die Avesgeweihten des Teremoner Tempels hervor, die in Liedern und Balladen von ihren eigenen Abenteuern erzählen. Von den Taten der Altvorderen hingegen wird auf den 'Merksteinen' berichtet, großen behauenen Steinen, die man oft am Wegesrand, meist am Ort des Geschehens, stehen sieht.
Auf glasieten Tontafeln hielt der Hesindegeweihte Tykates vor gut 500 Jahren viele Sagen, Mythen und zeitgenössische Berichte in Wort und Bild fest. Sie sind in Nischen an einer Klippe bei Rethis gelagert; die meisten sind heute noch erhalten. Bei einem Erdbeben vor über hundert Jahren wurde jedoch leider, ein Teil zerschmettert, und ein anderer verschüttet.
Von der größten Tafel, einer mindestens zwei Rechtschritt großen, farbig glasierten Karte der damals bekannten Welt, ist nur noch ein Bruchstück erhalten.

Die Sprache der Zyklopäer

Fast alle Einheimischen beherrschen sowohl die Hochsprache, ein mit zahlreichen Begriffen aus der Seefahrt angereichertes Horathi, wie auch die Volkssprache: Letztere ist fast eigenständig aus dem Aureliani hervorgegangen und war schon dem Bosparano fremd. Kaum das man die Sprache noch aus dem Horathia heraus verstehen kann. Diese wird nochmal in mehreren Inseldialekten unterteilt. Fast jede größere Insel hat ihren eigenen Dialekt. Eine Ausnahme sind die Inseln Pailos, Putras und Phenos. Hier spricht man des öfteren noch die pailische Sprache.